ashtanga vinyasa yoga

Yoga Philisophie

Yoga ist Philosophie, Lebensweise, Methode. Hier stehen die Achtsamkeit und die eigene Praxis im Mittelpunkt. Wunsch nach mehr persönlicher Freiheit, Gesundheit und langem Leben führt auf dieses System der körperlichen und geistigen Übung. Das ganze System des Yoga ist im Wesentlichen auf drei Strukturen aufgebaut: Übung, Atmung und Meditation.

Das Wort Yoga kommt von yuga "Joch", yui steht für "zusammenbinden, anspannen, anjochen" Yoga wird als Vereinigung, Integration oder "Unterjochung" der Bewusstseinsregungen (chitta-vrittis oder Gedankenrauschen). im Sinne der "Selbstbeherrschung" interpretiert. Yoga ist Lebensart, Denkphilosophie, Weg zu bewusster Wahrnehmung. Liebe zur Lebendigkeit und Wandlung, Weisheit zum Wohl des Menschen aus einer seit einigen Tausend Jahren praktizierten Zusammenführung von Ethik, Physiologie, Wissenschaft und Spiritualität. Auf Liebe und Vertrauen als Grundvoraussetzung um zu Lernen, trifft man in Yoga als allererstes.

Geist-KoerperAlle Yoga-Denkschulen reden von dem Beruhigen des Gedankenrauschens mit dem Ziel, Klarheit zu erhalten. Die Grundidee ist die Einheit des Individuums (atma) mit dem Universellen (paramatma). Die Yogaphilosophie bzw. Yoga Patanjala Philosophie geht auf im praktischen Ashtanga Yoga (verwandt mit Sankhya und der Vedischen Philosophie). Inzwischen gibt es hunderte von Yoga Arten und alle diese finden Ihre Wurzeln im bedeutsamen Werk - Yoga Sutras - (3-4 Jahrhundert vor Chr.) - wo Maharishi Patanjali verschiedene Yoga Übungen und Traditionen systematisierte und in Form von 195 Aphorismen (Sutras) niederschrieb.

Die Traditionelle Yoga Arten

Hatha Yoga: Die Bewegungen und Körperhaltungen sowie Atemtechniken. Dies ist, was die meisten Menschen mit Yoga-Praxis verknüpfen.

Geist-Koerper

Raja Yoga (Ashtanga Yoga): Genannt der "Königsweg", Integration der Einheit der Bewegung und Atmung mit der Praxis der Meditation und Studiums. Ein "runder" Mensch.

Jnana Yoga: Der Pfad der Weisheit; als der schwierigste Weg.

Bhakti Yoga: Die Praxis der extremen Hingabe in höchster Konzentration auf die eigene Vorstellung von Gott.

Karma Yoga: Alle Bewegungen, alle Arbeiten jeglicher Art werden mit diesem Fokussieren des Geistes auf eine persönliche Vorstellung von Gott getan.

Tantra Yoga: Ein Weg das unsichtbare Bewusstsein in eine Form durch spezifische Wörter, Diagramme und Bewegungen zu zeigen. Eines der Diagramme, die verwendet werden, um die Verbindung der physischen und spirituellen Körper zeigen, ist zwei Dreiecke auf einander zu überlagern. Die nach unten weisende Dreieck repräsentiert den physischen Körper, oder dem weiblichen Aspekt welches mit Aktion und Bewegung zu tun hat, die nach oben weisende Dreieck repräsentiert den spirituellen Körper Unterstützung, Energie und Weite.

Kashmir Shaivism: Dieses Yoga-System besagt, dass alles im Universum männlichen und weiblichen Qualitäten hat. In Kaschmir Shaivismus bilden diese männlichen und weiblichen Prinzipien eine gleichberechtigte Partnerschaft, die so eng miteinander verknüpft ist, dass sie nicht getrennt werden können. Die Anziehungskraft zwischen ihnen erzeugt die ultimative Vereinigung der Gegensätze, die Schaffung der ungeheuren Komplexität des Universums, die wir genießen und feiern. Im Gegensatz zu anderen Philosophien, ist Kashmir Shaivismus auf Emotion statt auf Verstand basiert. In der Tat, sagt Shaivismus dass intellektuelles Verständnis von selbst uns nie zu der Erkenntnis als Gipfels vom Yoga führen kann. Das System besagt dass der egoistische Verstand unsere Fähigkeit blockiert, persönliche völlige Entfaltung zu erleben.

Krama Yoga

Vinyasa Krama Yoga ist eine systematische Methode (der Bewegung und der Asana-Abfolge). Hier wird jedes Asana mit vielen ausgearbeiteten Vinyasas ( Variation und Bewegung) unterrichtet. Das praktizieren der Vinyasa Krama gibt einem die „Hilfestellung“, die Verletzungen und Schwächen in der Yoga-Praxis zu bewältigen. KramaYogaDie Vorsicht und die Angst ist oft bei Stellungen da, wo bereits Schwächen und Verletzungen sind. Hier kann man in bestimmte Asanas, über eine bestimmte Zeit, variieren oder weglassen. Es gibt hier z.B. Versionen der Asanas im Stehen, im Sitzen bzw. in der Rückenlage, manche sogar im Kopfstand oder Schulterstand.

Vinyasa Krama Yoga nach T.Krishnamacharya, folgt zwei Spuren: der Einheit/Vereinigung Yukti und mentalen ruhe samadhana (samadhi). Hier ist der Atem die Tür zur Integration vom Körper und Geist. Die Gedanken sind auf das Atem Fokussiert, so wird der Geist in der Asana Praxis integriert. In vielen Yoga Arten wird eine bestimmte Sequenz eingeübt. Bei Verletzungen und Schwächen ist es notwendig eine Vielzahl an Asanas und anderen Techniken die auf die Schwierigkeiten eingehen zu Praktizieren.

Vertrautheit mit der Asana ist wichtig um sich im Kopf und Körper zu entspannen und um Kraft aufzubauen. Das Buch Mohan von Krishnamacharya dient als Basis der Ashtanga Vinyasa Yoga nach P.Jois. Beide Lehrer gehen auf die persönlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Schüller ein.

Atmung als Schlüssel zum Lebendigen

Yoga und Freediving ändern die Atmung und bewirken Entspannung (durch den Kohlendioxid) und schaffen Beweglichkeit-Kraft-Freiheit

Ashtanga Yoga und Restorative Yoga ( Yoga Therapie, Regeneratives Yoga) sehe ich als eine gute Ergänzung zum Standard-Training und Yoga Praxis. Yoga passiert auf dem Boden. Ich versuche durch Freediving, wo es um verspieltes und freies bewegen im Wasser geht, mehr Freiheit im Kopf und im Körper zu schaffen. Freediving/Apnoe und Yoga haben den Fluss als Prinzip, die Atemkontrolle und das Eintauchen gemeinsam.

In Yogapositionen wird der Atem normalerweise nie angehalten. Man kann aber bei gewissen Übungen versuchen in voll eigeatmetem bzw. voll ausgeatmeten Zustand die Luft anzuhalten. Beim Ausatmen ist wichtig, möglichst viel loszulassen (Muskelspannung und auf das gerade notwendigste reduzieren, um die Position zu halten oder in der Bewegung zu bleiben) und stabil in der Mitte zu bleiben. In der Mitte stabil zu bleiben bedeutet die Beckenboden-Muskulatur hochzuziehen und leichten Unterdruck im Bauch zu erzeugen, so dass das Zwerchfell hochgezogen ist.

Beim Freediving oder Apnoe (altgriechisch: „ohne Luft“) wird mit voll eingeatmeter Luft ins Wasser gegangen. Man versucht möglichst viel in der Bewegung zu entspannen oder alles einfach in der „Statik“ (Bewegungslosigkeit) freizulassen.

Geist-Koerper Im Gegensatz zu Yogaübungen passiert Freediving im Wasser. Dort hat die Schwerkraft viel weniger Wirkung auf den Körper und es fällt leichter loszulassen. Die Bewegung wird durch die Dichte des Mediums Wasser langsam. Man lässt sich fallen und versucht mit dem Wasser eins zu sein, die Bewegung im Wasser soweit zu verlangsamen bis man das Gefühl hat, keinen zusätzlichen Aufwand mehr zu leisten. Man kann sich unter Wasser drehen und spielerisch bewegen und einfach neue Bewegungsfreiheit finden. Mit der Zeit lernt man die Möglichkeiten zu tarieren oder runter zu kommen und vielleicht am Boden entspannt zu liegen. Man sollte jedoch immer nur soweit und solange unter Wasser bleiben, solange man sich wohl fühlt. Durch Wasser profitiert man also auf vielfältige Weise: Die neue Freiheit im Wasser schafft auch neue Bewegungsfreiheit am Boden.

Der Umgang mit Verletzungen (Knie, Schulter, Rücken…) und der Aufbau der Muskulatur sind im Wasser oft um vieles leichter als am Boden. Die Atmung am Boden wird ruhiger. Das Lungenvolumen nimmt zu. Speziell im Yoga wir das Praktizieren ruhiger, fließender und mittiger.

Yoga im Sport

Yoga unterstüzt Herz-Kreislauf-Training, Muskelaufbau und fördert Entspannung Ashtanga Yoga ist eine gute Ergänzung zum Standard-Training. Gerade deshalb, weil die Leistung hier in den Hintergrund rückt und Leistungsdruck und Stress bewusst wahrgenommen werden. Ein gesundes Maß wird erreicht (sicher ein zentrales Thema im Yoga) und neue Möglichkeiten der Bewegung und Veränderung entstehen.

"Yoga Therapie" (Begriff Therapie ist im Westen ausschliesslich mit westlich medizinischer Ausbildung anzuwenden) bzw. Yoga bei Indikationen ist eine gute Methode mit diversen Sportverletzungen, sowie mit Rückenproblemen, Migräne und Schlafstörungen umzugehen.

Das Sonnengebet, mit dem Ashtanga-Yoga beginnt, bietet ein optimales Warm-Up für die Muskeln, Herz & Kreislauf. Etwa 40% der Skelettmuskulatur werden beansprucht. Der Puls erreicht eine gewünschte „Trainingsfrequenz“.

Ashtanga Yoga erhöht durch die Aktivierung der Bandhas, durch den Fluss der Bewegung und Atmung das Lungenvolumen sowie die Sauerstoffaufnahme in den Muskel und im Gehirn. Fokus/Drishti (Blickrichtungen im Einklang mit der Bewegung) erhöhen die Konzentration und Koordination. Die vielen Gleichgewichts-Übungen trainieren die Tiefen-Muskulatur und entwickeln ein Bewusstsein dafür.Die Stellungen (Asanas) im Yoga sind isometrisches Training, (d.h. der Muskel wird nicht bewegt, sondern ein Druck oder Zug für mehrere Sekunden gehalten).

Regelmäßiges Praktizieren der Asanas bzw. bestimmter Asanas in der Yoga-Therapie (bei Verletzungen) fördert das gewünschte Muskelwachstum und Kraft-Ausdauer-Aufbau trotz geringem Zeitaufwand. In Ashtanga Yoga (und Yoga allgemein) spielt die Gravitation die entscheidende Rolle. Man lernt mit der Schwerkraft optimal und entsprechend der eigenen Beweglichkeit und Kraft umzugehen. Es geht um Anspannen und Loslassen, um Fallen und Gegensteuern. Bei gleichmäßiger Atmung tritt eine Entspannung ein. Stellungen, die einem schwer fallen, sollen länger gehalten werden. Übungen werden immer symmetrisch ausgeführt und dadurch ein Gleichgewicht im Muskelaufbau erzeugt. (Sicherlich ein wichtiges Thema für Becken, Schultern und Wirbelsäule.)

Pranayama ist ein wesentlicher Teil von Yoga. Die vielen Atemübungen wirken entspannend, erhöhen das Lungenvolumen und die Sauerstoffzufuhr. Regelmäßiges Üben wirkt stabilisierend auf Laktatwerte und Stoffwechsel. Das Gehirn wird besser mit Sauerstoff versorgt und durch Koordinationsübungen vernetzen sich Synapsen. Das verändert die Wahrnehmung. Tiefer Atem und Bewegung führen zu besserer Schlafqualität.

Geschichte des Yoga

Geschichte des Yoga Niemand weiß genau, wann Yoga begann, aber es ist sicherlich älter als Geschichte geschrieben. Steinschnitzereien mit Darstellungen von Figuren in Yoga-Positionen wurden in archäologischen Stätten in dem Indus-Tal vor etwa 5.000 Jahre oder mehr gefunden.

Vamana Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass Yoga im Hinduismus verwurzelt ist, im Gegenteil, der Hinduismus integriert einige der Praktiken des Yoga, die religiösen Strukturen wurden aber viel später entwickelt (auch andere Religionen auf der ganzen Welt haben auch Praktiken und Ideen im Zusammenhang mit Yoga übernommen.)

Die Tradition des Yoga wird immer individuell von Lehrer zu Schüler durch mündliche Unterweisung und praktische Demonstration übergeben. Die formalen Techniken, die heute als Yoga bekannt sind, basieren deshalb auf die kollektiven Erfahrungen von vielen Individuen über viele Tausende von Jahren. Die besondere Art und Weise, in der die Techniken gelehrt und praktiziert wird, hängt heute vom Ansatz und Schule des Lehrers. So ist die die Unterstützung der einzelnen Yoga-Praktizierenden von der Linie (Ausbildung) des Lehrers abhängig.

Einer der frühesten Texte, uns bekannt der mit Yoga zu tun hat, war von einem Gelehrten namens Patanjali, welcher die Yoga Theorien und Praktiken seiner Zeit in einem Buch nannte er Yoga Sutras (“Yoga Aphorismen”) zusammengefasst hat. Das System, das er geschrieben hat, ist etwa als “Ashtanga Yoga” oder die acht Glieder des Yoga, bekannt und das ist, was ist in der Regel bis heute als klassisches Yoga bezeichnet. Wahrscheinlich kam Yoga schon früh nach Europa und Nordafrika, 1800er Es wurde nicht weit bis in die 1960er bekannt, als Teil der Jugendkultur vor allem in Osteuropa.

Die positive Wirkung von Yoga wurden immer mehr erkannt. So gewann sie immer mehr Akzeptanz und Respekt, als eine wertvolle Methode für die Hilfe in der Bewältigung von Stress und Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens. Viele Ärzte empfehlen heute Yoga-Praxis, Patienten mit einem Risiko für Herzerkrankungen, sowie denjenigen mit Rückenschmerzen, Arthritis, Depressionen und anderen chronischen Erkrankungen.

Yoga und Religion

Yoga und Religion Yoga ist eine indische philosophische Lehre. Yoga ist keine Religion, keine Glaubensbekenntnis oder durch feste Überzeugungen festgelegt,

Die Religionen scheinen zum größten Teil auf den Glauben und die Anbetung der Dinge (Gott oder göttlich Zahlen), die außerhalb “sich selbst” sind/ existieren zu beruhen. Der Kern der Yoga-Philosophie ist, dass alles innerhalb eines einzelnen existiert und somit entsteht keine Abhängigkeit vom “Externen” (einer Person, einer Gott-Figur, einer religiösen Organisation).

Die oft angetroffene Überzeugung, dass Yoga aus dem Hinduismus stammt ist ein gängiges Missverständnis. Die Techniken des Yoga sind vom Hinduismus sowie vor meisten anderen Weltreligionen angenommen worden. Wurden oft in Religionen und diversen Spiritualen Bewegungen angenommen, bis hin in Ritualen integriert.

Yoga ist ein System von Techniken, die für eine Reihe von Zielen verwendet werden können: um mit dem Stress besser umgehen und sich besser entspannen zu können um die Beweglichkeit und Konzentration zu erhöhen den Körper und Geist klar zu halten bewusst Neuem zu begegnen (Wissen, Erfahrung, Schmerz, Glück…) die Erkenntnis des eigenen Selbst