Fokussierung auf die Atmung

Yoga und Atmung …

… Das Wort »Yoga« bedeutet Einheit oder Eins-Sein – mit anderen Worten, ein Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein. Atem heißt Austausch, Kommunikation, mit anderen Worten: Eins-Sein (lateinisch: cum = mit etwas; unicatio = eins werden).

Der wichtigste Aspekt von Yoga ist die Atmung. Das sehe  ich auch als Schlüssel für die Wirkung der Yogaübungen und der Meditation.

In den Yoga-Positionen (Asanas) geht es darum, die Form zu halten (eine Position anzunehmen) und dabei den Atem zu kontrollieren, dh. regelmäßig ein und aus zu atmen, egal wie man sich gerade fühlt. Übungen können einem leichter oder schwerer fallen; das hängt ab vom persönlichen Umgang

  • mit Spannung und Entspannung,
  • mit der Schwerkraft
  • mit der eigenen Anforderung.

Während du Yoga machst…

Versuche einfach in den Positionen stabil auf dem Boden zu bleiben; bei stehenden Positionen sei mit deinen Füssen gut auf dem Boden (Außenkante, Innenkante der Fußsohle, Zehen am Boden), von dort aus bau die Position auf. Ziehe deine Beckenboden-Muskulatur hoch und atme frei und langsam ein und aus. Mache keine Stopps. In dynamischen Yoga Formen wie Ashtanga Vinyasa Yoga ist es wichtig, auch die Positionen mit Ein- und Ausatmen miteinander zu verbinden. Atme solange du dich bewegst und halte nicht den Atem an.

Atme mit dem ganzen Körper,besonders in den unteren Rücken und zwischen den Schulterblättern; das sind Bereiche wo die meiste Spannung ist. Der Körper ist weich und in besonders schweren Positionen/Stellungen versuche die Ausbreitung des Atems im Körper zu spüren.

Ujjai Atmung und der innere Ozean

Ujjai Atmung ist eine Atemübung. Die Atemübung im Ashtanga Yoga.
Übersetzt heißt es „glorreiche Atmung“. Die Sanskritvorsilbe „ut“ bedeutet „ausdehnen“ und „jaya“ bedeutet „Erfolg“ oder „Sieg“. Die Wirkung: Die Lenkung der Aufmerksamkeit auf das Geräusch dieser Atmung lenkt ab von den vielen Gedanken und man bleibt mit dem Bewusstsein im Moment.

Diese Atem-Technik bringt Geist und Körper zur Ruhe, wenn du dich frustriert, verärgert oder überfordert fühlst.

  1. Nimm einen etwas tieferen Atem als sonst. Beim Ausatmen zieh die Kehlkopfmuskeln zusammen,  so dass es sich beim Ausatmen anhört als ob du schnarchst.
  2. Beim Ausatmen geht die Luft durch die Nase und der Mund bleibt geschlossen. Das kühlt den hinteren Rachen und gleicht das Herzatmungssystem aus.

Wenn du deinem Atem zuhörst, versenkst du dich in deinen inneren Ozean.

Eine korrekte Ujjayi Atmung erzeugt ein Geräusch, das dem von Wellen am Meeresufer ähnelt – ein sanftes Rauschen. Dabei wird die Atmung vom hinteren Teil der Kehle durch die Nase initiiert, während der Kehlkopf verengt wird. Der Atem strömt etwa vier bis fünf Herzschläge in Dich hinein und fließt vier bis fünf Herzschläge aus Dir heraus.  Das Resultat ist eine kontrollierte Atmung und erhöhte Luftreibung. Die dadurch entstehende Hitze sorgt für die erforderliche „Betriebstemperatur“ des Körpers und ist Teil eines intensiven Reinigungsprozesses, der auch durch starkes Schwitzen im Ashtanga Yoga gekennzeichnet ist.

Bauchatmen als Entspannung

Bauchatmen ist die Form des Atems, die man oft im Tajchi übt. Bauchatmen ist sehr entspannend und „bringt einen runter“. Der Herzschlag verlangsamt sich. Bei der Bauchatmung atmest du am besten durch Mund und Nase ein und aus.
Übung im Liegen (geht auch im Sitzen): Zuerst atmet man in den unteren Bauch ein, vom Schambein über den Nabel und lässt die Rippen dabei in den Boden absinken. Dann atmet man langsam in die unteren Rippen ein, seitlich in den Brustkorb, hinten (wo man am Boden aufliegt) in das Brustbein, unter den Schlüsselbeinen, lässt Kehlkopf und Unterkiefer locker und spürt es sogar ganz leicht in Hals und Nacken.
Beim Ausatmen: Unter den Schlüsselbeinen ausatmen, Brustbein absinken lassen, Brustkorb absinken lassen und gleichmäßig bis zu den unteren Rippen ausatmen. Dann ganz leicht das Zwerchfell anspannen und langsam die Bauchdecke absinken lassen und dort ausatmen.

Diese Wellenbewegung am besten 10-15mal wiederholen, bis du das Gefühl hast, dass der ganze Körper mitatmet.

Auch im Wasser

Im WASSER kann man in den Atem eintauchen!Im Yoga auf den Boden diese Sensation übertragen 🙂

Wenn man “gut atmen” kann in einer Position, d.h. wenn man den Atem kontrolliert, verändert sich die Position ohne dabei die Muskelkraft anzustrengen.
Ich komme wieder zurück auf meine Deutung des Atems als Austausch & Kommunikation: Durch Kommunikation ändern sich unsere Einstellungen und Standpunkte; wir entwickeln uns und wachsen.

Natasa

Natasa

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